Cognitive and Decision Sciences

Am Zentrum für Cognitive and Decision Sciences (CDS) untersuchen wir, wie Menschen unterschiedlichen Alters Entscheidungen treffen. Unser Ziel ist es zu verstehen, wie kognitive und affektive Prozesse Entscheidungen beeinflussen, um somit Menschen zu besseren Entscheidungen im Alltag zu verhelfen. Eine Übersicht über unseren Forschungsansatz finden Sie hier.

Für aktuelle Beispiele aus unserer Forschung empfehlen wir Ihnen folgende Artikel:

  • Gehen ältere Menschen weniger Risiko ein?
    Studien der Universität Basel zeigen: Ob und wie sich die Risikobereitschaft über die Lebenspanne hinweg ändert, hängt auch davon ab, wie Risikobereitschaft erfasst und gemessen wird. Fragt man Probanden, wie sie ihre eigene Risikobereitschaft einschätzen, ergibt sich eine klare Abnahme. Lässt man sie aber konkrete Risikoaufgaben lösen, bestätigt sich diese Abnahme nicht unbedingt. Je nach Art der Aufgabe kann bei älteren Menschen eine unveränderte, tiefere oder höhere Risikobereitschaft gemessen werden. Eine altersbedingte funktionelle Veränderung im Gehirn könnte für diese heterogenen Resultate verantwortlich sein.
  • Risikobereitschaft im Alter: Wie sich Elend und Not auswirken
    Mit dem Alter nimmt die Bereitschaft ab, ein körperliches, soziales, rechtliches oder finanzielles Risiko einzugehen. Dass dabei Faktoren wie Armut oder Einkommensungleichheit eine Rolle spielen, zeigen Wissenschaftler der Universität Basel und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin.
  • Entscheiden Ältere schlechter als Junge?
    Ältere Menschen treffen trotz geringerer geistiger Beweglichkeit gewisse Entscheidungen gleich gut wie jüngere, wenn die Anzahl an Optionen begrenzt ist. Nur wenn die Auswahl gross ist, macht sich der Altersunterschied bemerkbar. Dies zeigen Psychologen der Universität Basel und des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung im Wissenschaftsmagazin "Cognition".
  • Treffen gut Gelaunte die schlechteren Entscheidungen?
    Wer positiv gestimmt ist, entscheidet in bestimmten Situationen offenbar nicht optimal. Dies berichten Forschende der Fakultät für Psychologie der Universität Basel, die untersuchten, in welcher Stimmung ältere und jüngere Menschen sogenannte sequenzielle Entscheidungen treffen. Dabei gaben Ältere eine positivere Stimmung an und entschieden im Schnitt schlechter als Jüngere. Die Resultate werden in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift «Psychology and Aging» veröffentlicht.
  • Wie sich Jung und Alt im Risikoverhalten unterscheiden
    Jüngere und ältere Menschen unterscheiden sich in ihrem Entscheidungsverhalten bei Risiken besonders dann, wenn dabei Lernen und Gedächtnis eine Rolle spielen. So entscheiden Ältere risikofreudiger als Jüngere, wenn durch Lernen eigentlich ein vorsichtiges Verhalten erworben wird – und vermeiden Risiken, wenn Lernen zu forscherem Vorgehen führen würde. Zu diesem Ergebnis kommt eine Metaanalyse von Forschenden der Fakultät für Psychologie der Universität Basel, deren Arbeit in der Fachzeitschrift «Annals of the New York Academy of Sciences» erscheint.